Südafrika richtet Schutzzonen für bedrohte Brillenpinguine ein

Südafrika und die Südafrikanische Stiftung für den Erhalt der Küstenvögel (SANCCOB) haben sich mit dem Ministerium für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt (DFFE) in Form eines Gerichtsbeschlusses geeinigt: Die Anordnung sieht die Ausweisung von Sperrzonen für die kommerzielle Sardinen- und Sardellenfischerei um sechs wichtige Brutkolonien des Afrikanischen Pinguins vor. Diese Sperrzonen dienen dazu, Futtergebiete für Afrikanische Pinguine zu sichern.
Die Anordnung sieht vor, dass das DFFE zwei Wochen Zeit hat, um sicherzustellen, dass diese Schließungen umgesetzt werden, indem es die Erlaubnisbedingungen für kommerzielle Sardinen- und Sardellenfischer ändert.
"Mit diesem Gerichtsbeschluss setzt Südafrika einen weltweiten Standard für den Umweltschutz und beweist, dass Einigkeit und wissenschaftlich fundierte Lösungen eine gedeihliche Zukunft für die Natur und die Lebensgrundlagen sichern können", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Südafrika und SANCCOB stritten schon lange mit dem Ministerium. 2022 wurden zwar teilweise Schutzzonen eingerichtet, allerdings waren diese der Auffassung von SANCCOB nach nicht ausreichend. Im März 2024 verklagten die Tierschutzorganisationen das Ministerium schließlich, um Fangverbotszonen durchzusetzen. Die Einigung wurde nun außergerichtlich vor der Anhörung erzielt. In einem Gerichtsbeschluss wurde die erzielte Einigung schließlich festgeschrieben.
Der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. unterstützt sein vielen Jahren die Arbeit der Stiftung SANCCOB.
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Quelle: ZDF