Rothaubenturako im Zoo Berlin geschlüpft
Der Rothaubenturako, auch als Rotschopfturako bekannt, bewohnt Wälder im Westen Angolas.
Sie werden ca. 40 cm groß und wiegen zwischen 210 und 345 g. Männchen und Weibchen tragen das gleiche Federkleid und sind auch gleich groß.
Rothaubenturakos leben in monogamen Partnerschaften und sind meist zu zweit unterwegs. Auch der Nachwuchs bleibt nach dem Ausfliegen, also dem Verlassen des Nests, nur wenige Wochen bei den Eltern, ehe er vertrieben wird. Das Paar beansprucht ein festes Revier für sich, das es gegen Artgenossen und auch andere Vögel mit ähnlichen Nahrungsvorlieben, wie zum Beispiel kleinere Nashornvogel-Arten, vehement verteidigt.
In der Regel werden zwei Eier gelegt. Die Brutdauer liegt bei ca. 23 Tage. Das Erwachsenen-Gewicht wird mit etwa 80 Tagen erreicht.
Wussten Sie, dass die rote Farbe ausgewaschen wird?
Eine Besonderheit bei Turakos ist übrigens das Vorhandensein der zwei Farbstoffe Turacin und Turacoverdin. Diese beiden Farbstoffe wurden bisher beinahe ausschließlich bei Turakos nachgewiesen und daher auch nach diesen Vögeln benannt. Der rote kupferhaltige Farbstoff Turacin verleiht dem Rothaubenturako unter anderem seine leuchtend rote Federhaube. Die Farbe der grünen Federn kommt von dem grünen Farbstoff Turacoverdin. Interessant ist, dass diese Farbstoffe im Wasser löslich sind und daher zum Beispiel bei Regen oder einem Bad in geringen Mengen ausgewaschen werden, sodass sich das Wasser leicht verfärbt.