Gaur-Bulle im Zoo Berlin geboren

 

Am 26. Januar ist Gaur im Zoo Berlin zur Welt gekommen Die bedrohte Wildrinderart kommt ursprünglich in Süd- und Südostasien vor. Heute trifft man nur noch auf einzelne zersplitterte Populationen, die sich zumeist auf Nationalparks und Schutzgebiete beschränken. Im Zoo Berlin werden seit 1959 Vorderindische Gaur gehalten.

Nach einer Tragzeit von bis zu 280 Tagen kommt oftmals ein einzelnes, hellbraun gefärbtes Kalb zur Welt. Die Kälber schließen sich in der Herde zu Kindergärten zusammen, die stets von verteidigungsbereiten Kühen umgeben sind. Sie werden bis zum neunten Monat gesäugt

Gaur-Jungtier im Zoo Berlin
Video & Foto: Monika Kochhan - Gaur-Kalb im Zoo Berlin geboren.

 

Der Gaur bewohnt immergrüne, teilweise laubabwerfende und dichte Wälder mit offenem Wasser. Er ist Pflanzenfresser und ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Blättern, Kräutern und Früchten.

Der Gaur ist das größte Wildrind der Welt. Ein ausgewachsener männlicher Gaur kann über eine Tonne wiegen, eine Kopf-Rumpflänge von über drei Metern erreichen und eine Schulterhöhe von über zwei Metern haben. Die Kühe sind deutlich kleiner und unterscheiden sich auch farblich von den Bullen; sie haben kleinere Hörner und ihr Fell ist dunkelbraun, während das des Bullen schwarzglänzend ist.

Gaur-Jungtier im Zoo Berlin
Gaur-Kalb im Zoo Berlin geboren.

 

In seinem gesamten Verbreitungsgebiet sind die Bestände des Gaurs in den letzten 100 Jahren um 80 Prozent zurückgegangen und beschränken sich heute größtenteils auf Lebensräume in Schutzgebieten. Die Hauptursachen dafür sind Wilderei, Lebensraumverlust sowie Jagd auf Fleisch und Hörner.

Etwa 90 Prozent der wild lebenden Gaure leben in Indien, wo sie aus religiösen Gründen in der Regel nicht bejagt werden. Dadurch bleibt der Bestand stabil, während in den anderen Verbreitungsgebieten ein Rückgang von weiteren 30 Prozent in den nächsten Generationen erwartet wird.

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